LIN:K 04/2017

Diese Woche steht der LIN:K-Blockkurs an der PHTG an:

Ich habe bereits zahlreiche neue Möglichkeiten gefunden, die Digitale Welt in meinen Unterricht einfliessen zu lassen.

Erste Erfahrungen mache ich gerade mit PLE – meiner persönlichen Lernumgebung. Ich habe hierfür auf Symbaloo einmal sortiert, was ich täglich an Websiten benötige.

Den Einsatz von Blogs im Unterricht kann ich mir vorstellen ähnlich einem Lerntagebuch. Dass die SuS mit einer gewissen Regelmässigkeit ihren Lernfortschritt dokumentieren.

Selbstevaluation – ein Jahr BP und PH

 

Was wird mir über mich und mein Lernen bewusst, wenn ich das E-Portfolio „studiere“?

Ich habe einiges gelernt im vergangenen BP-Jahr. Zunächst einmal „musste“ ich mich mit mehreren Online-Tools anfreunden. Grundsätzlich habe ich meine Arbeitsunterlagen gerne auf Papier. Das BP-Modul hat mir aber gezeigt, dass es auch anders geht. Das ich mich durchaus einlassen kann auf das virtuelle Lernen und dort Ordnungssysteme nutzen und entwickeln kann, die es mir ermöglichen eventuell sogar effizienter zu lernen und zu arbeiten. Dominique hatte seinen Anteil daran. In gemeinsamen Gruppenarbeiten war ich fasziniert davon, was er alles auf seinem Ipad gespeichert hat und innert kürzester Zeit abrufen kann.
Daneben habe ich Methoden kennen gelernt, die ich meine Schüler bereits habe ausprobieren lassen und die ich gerne bei Gelegenheit wieder aufgreife (z.B. Pecha Kucha). Auch bin ich nun mit Methoden vertraut, die ich auch für mich persönlich nutzen kann und will (z.B. Visual Facilitating) und solche, von denen ich sagen kann, dass sie mein eigenes Lernen (ich denke sehr bildlich) stark unterstützen (z.B. Lego Serious Play).

 

Mit welchen Lernstrategien habe ich den Stoff und die Aufgabestellungen in diesem Modul bewältigt?

Die erste Lektion im BP-Modul hat mich direkt dazu bewogen, mein Studium von einem auf zwei Jahre auszudehnen. So umfangreich erschien mir das was dort zu erledigen ist, dass ich mir nicht vorstellen konnte, diese und noch fünf weitere Veranstaltungen neben meinen Familienverpflichtungen zu erfüllen. Mit den wenigen Stunden, die ich am Abend habe um der PH gerecht zu werden, war das sicher eine gute Entscheidung. Wenn ich etwas gelernt habe in diesem Jahr, dann den Perfektionismus meines vorangegangen Studiums abzulegen und mit den zeitlichen Ressourcen die ich habe mein bestes zu geben aber durchaus mit einem Ergebnis zufrieden zu sein, dass mich früher nicht zufriedengestellt hätte.

 

Welche äusserlichen Faktoren haben mich in meinem Lernprozess gefördert oder behindert?

Also ein äusserlicher Faktor, der mich umfangreich behindert hat ist meine Schwangerschaft J. Habe ich doch damit gerechnet, dass ich die PH-Aufgaben an den Abenden erledige, wenn der Nachwuchs im Bett ist. Nun war ich über weite Strecken so müde und dementsprechend ineffizient, dass dieser Faktor ganz oben auf der Liste der behindernden Faktoren steht.

Meine Lernprozesse gefördert haben die Methoden, die wir erlernen durften. Ich habe die praktischen Ansätze und Tätigkeiten sehr geschätzt und konnte so manches direkt auf meine Lernstrategien anwenden.

 

Welche Lernstrategien und- Techniken konnte ich erfolgreich einsetzen, was hat sich weniger bewährt und weshalb?

Womit wir auch gerade bei diesen Strategien und Techniken sind. Ich konnte sehr viel anfangen mit Visual Facilitation, Flemo, Lego Serious Play, den Interviews… Gerade Visual Facilitation habe ich sowohl im Praktikum, als auch zu Hause und auch in anderen PH-Veranstaltungen bereits vielfach angewendet.

Beim Lernjob hatte ich viele Ideen und konnte mich schlecht für das richtige entscheiden. Im Endeffekt habe ich viel mehr Zeit aufwenden müssen, als eigentlich angesetzt und notwendig gewesen wäre. Für mich war der Auftrag fast zu frei gestellt.

 

Was ist mir in Bezug auf meine Lehrerinnenrolle bewusst geworden?

Nicht nur im BP-Modul, sondern vor allem im Praktikum ist mir bewusst geworden, dass mir Lehrervortrag nicht liegt. Wenn ich auf Vorträge nicht sehr gut vorbereitet bin kann ich die SuS damit einfach nicht „packen“. Auch wenn ich mich (beispielsweise bei der Pecha Kucha) stressen lasse, weil ich nicht viel Zeit habe, spreche ich zu schnell. Sehr viel mehr liegt es mir, gute und kreative Arbeitsaufträge zu stellen. Dafür hat mir das BP-Modul viele Ideen und Möglichkeiten geboten.

 

Wie hat sich meine Motivation im Verlauf der Ausbildung verändert?

Ich bin mir nicht sicher inwiefern sich meine Motivation verändert hat. Ich bin seit dem Praktikum sehr motiviert, diesen Beruf wirklich auszuüben. Vorher war die PH für mich auch ein Stück weit ein „Überbrückungsangebot“. Noch eine Ausbildung zu machen während die Kinder klein sind um danach mehr Chancen zu haben einen Job aufzugreifen, der sich auch gut in Teilzeit ausführen lässt. Im Praktikum habe ich festgestellt, dass mir das Lehrer-Sein liegt. Ich Freude an der Arbeit habe und positive Rückmeldungen erhalte. Das BP-Modul hat mehr eine alte Idee von mir wieder aufkeimen lassen. Ich habe schon vor Jahren über eine Weiterbildung zum Berufsberater nachgedacht. Damals haben mich primär die hohen Kosten abgeschreckt. Vielleicht ergibt sich – eben wenn die Kinder etwas grösser sind – auch die Möglichkeit zum Quereinstieg in diesem Feld.

 

Wie hat sich der Lernprozess auf meine Unterrichtspraxis ausgewirkt?

Mehr oder weniger habe ich diese Frage bereits beantwortet. Ich kann viele der im BP-Modul erlernten Methoden in meinen Unterricht einbeziehen, da ich gerne praxis- bzw. Alltagsnah unterrichte und wenig lehrerzentrierten Unterricht bevorzuge.

 

Welche Folgerungen in Bezug auf das persönliche Lernen ziehe ich für weitere Lernprozesse?

Ich baue nun weiter auf der Erkenntnis auf, dass halb so gut oft bereits gut genug ist. Das ist für meine Lehrerkarriere denke ich eine sehr wichtige Erkenntnis gewesen. Dies ermöglicht mir, sehr viel schneller vorwärts zu kommen und viel mehr Projekte anzugreifen. Ich werde mehr visualisieren und auf das wesentliche herunterbrechen, da ich damit sehr viel besser lerne.

 

 

Posterprämierung, Portfolioarbeit 22.06.2016

Die heutige letzte Sitzung des BP-Moduls startete mit der Modulevaluation.

Max stellte uns danach in der Kürze seine Tagesplanung vor und schon starteten wir in den Tag.

Als erstes stimmte uns Rebecca mit einer lustigen Visualisierung in das Modul ein. In Partnerarbeit erarbeiteten wir zwei verschiedene Biologische Vorgänge. Die Verbreitung des Leberegels und das Paarungsverhalten eines Saiblings (?). Der Partner erzählte uns dann, was er in der Visualisierung des Anderen lesen konnte. Das war sehr spannend zu erleben und verdeutlicht uns, wie wichtig es ist, bei einer Visualisierung im Hinterkopf zu behalten, dass derjenige, der diese ansieht den Inhalt ggf. nicht gelesen hat. Die Texte empfand ich als sehr gut geeignet für dieses Experiment und ein Stück weit lustig zu visualisieren (hustende Schnecke, Leber im Schaf, festgebissene Ameise). Leider waren 8 Minuten einfach sehr knapp bemessen. Gerne hätte ich mein kleines Plakat noch weiter ausgeführt.

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Unsere Visualisierungen des Leberegel-Auftrags

Nun ging es weiter mit der noch ausstehenden Prämierung der Fallstudienposter. Hierfür fanden wir einen Link auf Moodle, der uns in ein virtuelles Museum führte. Dort konnten wir einen Besichtigungsrundgang unternehmen und anschliessend unser Ranking abgeben. Das genutzte Programm ist kostenfrei verfügbar. Es nennt sich Emaze.

Die Auswertung, die Max schliesslich während der Pecha Kuchas durchführte, erbrachte folgendes Ergebnis:

Es gewann das Poster der Gruppe (Stephany, Rebecca, Ramon) die den Ausbildungsberuf Kauffrau/-mann bearbeitet hatten. Gefolgt wurden sie von einem Poster der Dienstagsgruppe (Buchhändler) und dem Schreiner-Poster von Dominique, Alexander und Bettina (3. Rang). Sie alle durften kleine Präsente entgegen nehmen.

Nun folgten die letzten Pecha Kuchas, die noch vor der Klasse gehalten wurden:
Marc hatte den Immobilienverwalter Wincasa besucht, der KV-Lernende ausbildet.
Andreas wollte wohl erst in die Chocolat Bernrain, landete aber im Endeffekt doch bei der kleinen Gemeinde Rickenbach, die eine KV-Lernende und einen Fachmann Betriebsunterhalt EFZ ausbildet. Ich präsentierte meinen Besuch am Islandpferdehof Neckertal und freute mich danach über die vielen Nachfragen zur Pferdefachfrau EFZ, Fachrichtung Gangpferde – bzw. auch zu den Fragen bezüglich der Pferderasse. Danach berichtete uns noch Armin von der Stadtgärtnerei Kreuzlingen.

Nach der Mittagspause besprachen wir noch einige prüfungsrelevante Punkte zum Thema Lego Serious Play, Flemo und Visual Facilitation. Jeder sollte sich für seinen eigenen Fachbereich zu jeder Einsatzmöglichkeit mindestens drei Themen überlegen, die hiermit gut zu vermitteln sind.
Max wies uns in diesem Kontext darauf hin, dass eine passende, klare Aufgabenstellung bei den Methoden von grosser Bedeutung ist. Begriffe, Zusammenhänge, Kontexte und/oder Konzepte müssen in darin integriert sein. Beispielsweise ist es sehr sinnvoll, die SuS ein Spiel kreiieren zu lassen. Die Rahmenbedingungen müssen gesetzt werden. Nicht jedes Thema ist für jede Methode geeignet.

LSP: Der Vorteil von LSP ist, dass es neurodidaktisch und insbesondere sehr haptisch ist. Das heisst, erst baut man etwas zusammen, dann kann man es in die Hände nehmen und drehen und wenden. Der 3D-Effekt ist so sehr gut erfahrbar. Auch können Bewegungen gut dargelegt werden. Dafür ist man nicht so flexibel wie bei Flemo oder einer Visualisierung. Nicht alles kann dargestellt werden, eventuell muss man Gedankenbrücken bilden, was aber durchaus das Lernen weiter fördert.

Sowohl bei Flemo, als auch bei LSp kann man sich sehr gut merken, an welcher Stelle welches Modell verortet war und zum Teil auch, was dargestellt wurde.

Nach diesen Tipps machten wir uns an die Überarbeitung unserer Portfolios. Hierfür existieren eine Rubric und ein Leitfaden an die wir uns halten können. Die Präsenzpflicht war nun aufgehoben, Max blieb aber bis 15:15h für die Studierenden, die gerne im Unterrichtsraum am Portfolio weiterfeilten.

LSP, Flemo 15.06.2016

Die Einstimmung wurde heute von Alexander und Bettina übernommen. Sie hatten ein Quiz mittels kahoot.it erstellt. Es handelte sich um Fragen, die breite Bereiche des Schweizer Berufsbildungssystems abdeckten. Insbesondere Prüfungsfragen, die auch im Übungstest vorkamen, waren zu beantworten. In Einzelarbeit lösten wir die Aufgaben. Dabei waren sowohl Geschwindigkeit, als auch die Richtigkeit der Antwort von Bedeutung. Ein Ranking der führenden Teilnehmer wurde am Ende jeder Frage eingeblendet. Im Anschluss führten die Beiden uns kurz die Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten des Tools vor Augen.

Im Anschluss wurden einige Pecha Kuchas vorgetragen. Alexander, Andreas, Nina und Roger stellten die Betriebe vor, die sie besucht hatten. Die Lehrberufe Automatiker, Coiffeur, Montageelektriker und Elektroinstallateur wurden uns so näher gebracht.

Daraufhin führte uns Max in Lego Serious Play (LSP) und Flemo ein. In der Wirtschaft werden diese Methoden eingesetzt um beispielsweise Brainstorming Methoden zu unterstützen, die kreative Ideen aufbringen oder neue Lösungswege aufzeigen sollen. „In der Bildung nutzt man die 3D-Methoden um Wissen anders zu repräsentieren. Etwas zu kreieren, dass es so noch nicht gibt“, so beschrieb es uns Max. In diesem Kontext verwies er auch auf die den Design Thinking Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll.

Ob die Wahl besser auf Flemo oder LSP fällt um eine Fragestellung zu bearbeiten ist abhängig vom Inhalt des Kontextes. Dies verdeutlicht sich an den unterschiedlichen Stationen, denen wir uns anschliessend nach persönlichem Interesse zuordneten:

  1. Beim Lernauftrag „Ein Game entwickeln für die Berufsausbildung“ war es das Ziel, den Jugendlichen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern und gleichzeitig für den beruflichen Weg und das CH-Berufsbildungssystems zu werben. Ein Mockup (Grobdesign/haptisch erfahrbarer Prototyp) für ein Game (App) war zu erstellen, welches in Begriffe des Berufsbildungssystems einführte. Wichtig: Es sollte kein Lernspiel werden, sondern beispielsweise ein Adventure Spiel, Simulationsspiel oder Jump and Run Spiel.

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Lego Serious Play eignet sich hier gut, da es möglich ist Bewegung zu veranschaulichen. Flemo dagegen ist statisch. Es ist besser einsetzbar, wenn es um die Darstellung beispielsweise von Textinhalten geht wie im folgenden LernJob:

  1. Hier wurde die Methode Flemo bei der Station „Potenziale von FLEMO“ eingesetzt. Hier war es das Ziel, einen Zeitschriftenartikel (der aufzeigte, wie flemo erfunden wurde und was es genau ist) zu visualisieren:

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  1. An der 3. Station „Das CH-Berufsbildungssystem“ war der Karriereweg von Hansueli mittels LSP nachzubauen. Dabei wurden die drei Lernorte ebenso deutlich, wie Herausforderungen und Rahmenbedingungen mit denen Hansueli auf seinem Weg durch den „Begriffsdschungel“ konfrontiert wurde.

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  1. An der Station „LOS Beratung“ stand die lösungsorientierte Beratung im Vordergrund. Mittels LEGO Serious Play (LSP) wurde u.a. ein mechanisches Modell gebaut, das Konzepte der lösungsorientierten Beratung und Lernprozessbegleitung darstellte:

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Nach der Erarbeitung der 3D-Konstruktionen stellten die Gruppen ihre Modelle vor. Hierbei klärten wir Folgendes:

Der Rahmenlehrplan (RLP (Allgemeinbildung)) wird vom Bund erlassen. Die berufsspezifischen Bildungsinhalte (Bildungspläne) dagegen erlässt die OdA. Der RLP ermöglicht viel Interpretationsspielraum. Konkret weis man damit als Lehrer noch nicht, was man unterrichten soll. Er ist derart grob definiert, um Flexibilität für lokale Bedürfnisse der Schulen zu ermöglichen. Die RLP sind eher für die BM. Berufsschulen haben einen Schullehrplan.

Das EHB (Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung) bildet Berufsschullehrer aus. Unser Modul hätten wir auch dort besuchen können. Es muss sich zertifizieren lassen vom SBFI, damit es Kurse anbieten kann. Das EHB ist überkantonal angesiedelt (eidgenössisch). Es darf Kooperationen mit PHs eingehen. Es gibt Module heraus und lässt diese an einzelnen PHs ausschreiben. Übrigens: auch die ETH ist eidgenössisch, die Unis dagegen sind kantonal.

Wo zeigen sich weitere Unterschiede von Flemo und LSP?
Bei LSP ist stärker vorgegeben, womit gebaut werden kann. Nicht alles lässt sich modellieren (wie beispielsweise mit Knete bei Flemo). Dennoch fanden einige von uns, dass Lego „eindrücklicher“ ist. Es benötigt zudem weniger Zeit um räumlich darzustellen. Flemo ist grundsätzlich statisch, mit LSP ist es auch möglich dynamisch zu modellieren. Die Anschaffungskosten für einen Flemo-Kasten liegen bei 56 CHF. Für Lehrer gibt es Vergünstigungen. LSP ist abhängig vom Modellkasten. Die in der heutigen Lektionen verwendeten Materialien haben etwa einen Wert von 2.000 CHF.

Werkstattarbeit 08.06.2016

Wir starteten ohne Einstimmung, dafür mit so einigen Pecha Kuchas in den BP-Tag. Zunächst berichtete uns Rebecca von der Ausbildung vom Polybauer EFZ & Bauspengler EFZ bei der SC Haller AG in Frauenfeld. Es folgte Oliver mit seinen Ausführungen zum Elektroinstallateur EFZ und Montageelektriker EFZ bei der Anghern Elektro und Telekom in Herisau. Ramon berichtete von der Gemeindeverwaltung Bichelsee & Balterswil in Bichelsee, die Kauffrauen und -männer EFZ ausbilden. Zu guter Letzt berichtete Andy von seinem Metzgereibesuch der Hirsche Metzg in Waldkirch (Fleichfachmann EFZ).

Daraufhin stürzten wir uns im Tandem in die Werkstattarbeit um den BP-Stoff aufzufrischen. Max gab uns noch ein paar Tipps mit auf den Weg, wie die Aufträge für Werkstattarbeit aufgebaut sein sollten. Dazu gehört es…

  • Mehr Aufträge einbauen als man ablaufen kann -> Individualisierung
  • Obligatorische Aufträge klar hervorstechen zu lassen (hier gelb gefärbt)
  • Abwechslungsreich gestalten, unterschiedliche Lerntypen ansprechen
  • falls aufbauende Fragen eingebaut sind, muss das klar hervorgehen
  • an Vorwissen anknüpfen
  • jeder Posten muss von allen gleichzeitig gelöst werden können
  • Zeitaufwand hinzufügen
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Werkstattpass.

Wir erhielten einen Werkstattpass und eine Anleitung für Posten zwei und drei.

Posten 1: Es ging um die Erstellung eines Concept Maps zur FaGe-Ausbildung. Die Aufgabe machte Spass, vorgegebene Wörter mussten wir einfügen. Dabei entdeckten wir einen Fehler, daher war die Aufgabe nicht endgültig zu lösen.

Posten 2 und 3: Ein Text sollte auf das Wesentliche reduziert und visualisiert werden. Bei einem Text ging es um Platon, bei einem Text um Gewaltenteilung. Die Visualisierung musste mindestens dem Bikablo-Standard entsprechen. Kriterien für die Bewertung fanden sich aber auch auf der Visualisierungsaufgabe.  

Hier seht ihr die Ergebnisse zu Platon:

Exkursion Spital Münsterlingen 01. Juni 2016

Das Kantonsspital Münsterlingen hat 288 Betten und 1300 Beschäftigte, darunter dreimal soviel Frauen wie Männer. Frau Rademacher und Frau Sulser, die Ausbilderinnen für die Lernenden im Fachbereich Gesundheit (Grundausbildung) des Spitals führten uns durch den Vormittag.

 

Zunächst folgten wir einem Vortrag zu Ausbildung und Ausbildungsmöglichkeiten am Kantonsspital. Das Spital umfasst sechs Kliniken und steht zudem im Austausch mit Zusatzdienstanbietern, beispielsweise Sozialdienst oder Physiotherapie.

Zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden angeboten, so beispielsweise Hebamme, Pflegefachfrau/-mann HF/FH, Praktika im Bereich Fachmaturität Gesundheit oder im Bereich Pflege etc. Über die Gesundheitsberufe hinaus sind Ausbildungsplätze in anderen Fachbereichen (z.B. Koch/Köchin, ErnährungsberaterIn) vorhanden.

 

Die Fachfrau Gesundheit – kurz FaGe – wurde uns eingehender vorgestellt. Jährlich werden am Spital 15 Lehrstellen in diesem Ausbildungsgang angeboten. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, in verkürzter Form 2 Jahre. Anschaulich erscheint mir folgende Abbildung. Sie zeigt die vielfältigen Möglichkeiten auf, wie sich beispielsweise eine FaGe nach der Erlangung des EFZ weiterbilden kann:

Bildungssystematik Gesundheit- und Sozialbereich
Bildungssystematik Gesundheit- und Sozialbereich

Hier könnt ihr einen Einblick in den Berufsalltag der Auszubildenden erhalten:

Etwa 4-5 Absolventen der Fachrichtung bleiben nach dem Abschluss am Spital, etwa ebenso viele entscheiden sich für eine Ausbildung an der HF. Möglichkeiten gibt es darüber hinaus die Berufsmatura abzuschliessen und dann an der FH zu studieren. Ziel des Spitals ist es, möglichst viele Lernende zu behalten, jedoch ist von vorne herein eingerechnet, dass zahlreiche Absolventen einen anderen Weg einschlagen.

 

Des Weiteren sprachen wir über die OdA Santé. Diese ist ein Dachverband. Jeder Kanton hat noch einmal eine eigene OdA. Die im Kanton Thurgau nennt sich GstG Gesundheit und Soziales.

Auch das Bewerbungsverfahren bzw. Anspruche an die Bewerber wurden genannt. Das Spital nimmt Bewerbungen zunächst zentral an. Erst nach einer Vorauswahl werden die Unterlagen an die entsprechenden Bildungsverantwortlichen weitergeleitet. Mindestanforderungen die beispielsweise werden an die Bewerber gestellt werden: ein nicht zu langer Anfahrtsweg, gute Bewertungen sozialer Kompetenzen im Zeugnis, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und mindestens 15 (bislang 16 Jahre alt). Die Altersbeschränkung hat Bedeutung, da an einem Spital rund um die Uhr gearbeitet wird, für die Jugendlichen aber das Jugendschutzgesetz in Kraft ist, welches insbesondere Nacht- und Sonntagsarbeit reglementiert. Im Beruf wird viel gehoben und verschiedenste Situationen fordern die Auszubildenden auch psychisch (z.B. Umgang mit Tod).

 

Im Kanton gibt es vier Ausbildungsbetriebe, die diese Fachrichtung anbieten, die meisten Lernenden finden sich hier in Münsterlingen.

Im Anschluss an den Vortrag durften wir mit zwei Lerndenden der Fachrichtung sprechen und erhielten darüber hinaus – auch praktisch – Einblick in deren Alltag,  Ausbildungshintergründe und ÜK-Inhalte.

Inhalte ÜKs FaGe
Inhalte ÜKs FaGe

Refraiming 25.05.2016

Wir starteten in die Mittwochs-Lektion ohne Einstimmung. Statt dessen klärten wir organisatorische Fragen und legten Termine für die noch ausstehenden Pecha Kuchas fest.

Die zentrale Frage heute lautete: Was ist Refraiming und wie wird es beim Coaching eingesetzt?
Gibt man den Begriff bei Google ein, so erhält man beispielsweise folgende Antwort:
„Durch Umdeutung (engl. Refraiming) wird einer Situation oder einem Geschehen eine andere Bedeutung oder ein anderer Sinn zugewiesen, und zwar dadurch, dass man versucht, die Situation in einem anderen Kontext (oder „Rahmen“) zu sehen.“ 

Eine Möglichkeit, bei Problemen einen neuen Rahmen zu schaffen ist u.a. einen zeitlichen Abstand einzufordern. Einstellungen gegenüber Problemen oder Zuständen können sich ändern. Max führte uns ausserdem bildlich vor Augen, welch unterschiedliche Blickwinkel man auf eine Situation haben kann:

Unterschiedliche Perspektiven
Unterschiedliche Perspektiven
Das selbe Bild aber unterschiedliche Ausschnitte -> dies generiert bei uns unterschiedliche Interpretationen.
Das selbe Bild aber unterschiedliche Ausschnitte -> dies generiert bei uns unterschiedliche Interpretationen.

Daraufhin versuchten wir einzelne Worte/ Zustände zu refraimen:

ängstlich  –> vorsichtig, sorgsam, überlegt

aggressiv –>  engagiert, expressiv, energiegeladen

empfindlich –> sensible, empfindsam

pessimistisch –> weitsichtig, aus Erfahrung klug

ungeduldig –> neugierig, erwartungsvoll

stur –> linientreu, geradlinig, konsequent

Es gibt hierbei weder richtig noch falsch. Aber die Umdeutung bietet die Möglichkeit, eine andere Bedeutung zu generieren.

Max führte uns nun noch auf andere Art und Weise an das Thema heran. Er lies und zu bestimmten Begriffen Antworten finden: so beispielsweise:
„Was ist das Gute an Arroganz…?“ Daraufhin antworteten wir nacheinander z.B. mit: „man ist selbstsicher“.
Oder: „Was ist das Gute an Dummheit…?“ -> „…man macht sich weniger Sorgen“.
Oder umgekehrt: „Was ist das Schlechte an Schulerfolg…?“ -> „…man wird Streber genannt“.

Wir fanden damit also das Schlechte im Guten und das Gute im Schlechten.

Nicht jedes Refraiming funktioniert bei jeder Person. Es ist in der Beratung daher wichtig, flexibel zu werden mit verschiedenen Ansätzen. Es ist also von Bedeutung, die eigene Position zu verändern um die Position des Anderen zu verändern.

Durch das Refraiming wird u.a. mit Humor eine Auflockerung bzw. Distanz zum Problem und Rapport geschaffen.

Anna lies sich nun von uns coachen. Sie hatte sich sehr darüber geärgert, dass ihre SuS zu einer anderen Lehrerin gegangen waren und über Anna geklagt hatten, dass ihr Französisch-Unterricht zu wenig straff sei. Sie drehte sich nun von uns weg und wir überlegten, wie die Situation auch aus anderer Perspektive gedeutet werden könnte:
Wir begannen jede unserer Ideen mit: „Das was Anna gesagt hat, könnte auch bedeuten, dass… “
Dies machten wir so lange, bis sie sagte, sie hätte nun genügend andere Perspektiven.

Für das Coaching im schulischen Umfeld ist Refraiming von grosser Bedeutung. So kann man beispielsweise einen Schüler auch als „auf etwas anderes fokussiert“ anstatt „faul“ bezeichnen. Dies nennt man übrigens Bedeutungsrefraiming.
Ein bestimmtes Verhalten kann auch in einen anderen Kontext übertragen werden (Kontextrefraiming). Beispielsweise wenn ein Schüler seine Schultasche im Klassenzimmer hinwirft. Im Sportverein wäre dies eine coole, gängige Handlung.

Concept Maps, Coachinggespräche 11.05.16

Wir starteten am 11.Mai ohne Einstimmung in die neue BP-Sitzung. Heute standen auf dem Programm:

  • Fallstudie Polydesign 3D
  • Concept Map & anschliessende Besprechung
  • Coaching-Input

Zunächst wurde die noch ausstehende Vorstellung der Fallstudie zum Thema Polydesign 3D durchgeführt. Der Beruf des Polydesigners wird hier ausführlich vorgestellt: http://www.polydesign3d.ch/

Als eindrücklich empfand ich die Dauer der Ausbildung (4 Jahre) und die Möglichkeit, die Ausbildung nicht nur in einem Betrieb, sondern auch vollumfänglich an der GDK-Gestaltungsschule durchzuführen. In letzterem Fall muss der Lehrling seine Ausbildungskosten selbst tragen. Ein obligatorisches Vorkursjahr verlängert die Ausbildung auf 5 Jahre.

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In der nachfolgenden Gruppenarbeit fanden wir uns in den Gruppen unserer Fallstudie zusammen, übernahmen aber die Moderationskarten eines „fremden Fallstudienberufes“. Auf den Karten waren Entitäten (i.d.R. Nomen) aufgeschrieben. Unsere Aufgabe bestand darin, die Entitäten auf einem White-Board in Beziehung zu setzen. Bei dem so erstellten Concept Map ist es notwendig, dass alle Verbindungen Pfeile und eine Beschriftung aufweisen. Die Pfeile können nur in eine, aber auch in beide Richtungen gerichtet sein. Eine kurze aber prägnante Einführung in die Erstellung von Concept Maps findet sich bei „Concept Mapping“ – Eine Lernstrategie zum besseren Textverständnis (Jasmin Neuroth).

Die Besprechung der einzelnen Concept Maps (CM) fand im Klassenverband statt. Die Ersteller stellten ihr CM vor. Daraufhin wurde besprochen (mit Hilfe der Experten des jeweiligen Berufes), ob sich Fehler eingeschlichen hatten bzw. wo Ergänzungen möglich wären. So konnte gut festgestellt werden, ob die Thematik wirklich verstanden wurde.

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Concept Map zum Polydesigner 3D

Weiter ging es mit den Fragen: Was passiert, wenn Coach und Coachee aufeinandertreffen? Wie sitzt man zusammen?
Zur Beantwortung stiegen wir ein mit dem Coaching-Gesprächsablauf. Dieser sieht grundsätzlich wie folgt aus:

  1. Gesprächs-Einstieg (Rapport)
  2. Auftrags-/Zielklärung
  3. Ausnahmefragen
  4. Kleine Schritte
  5. Experimente
  6. Gesprächs-Abschluss

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Anhand zweier Filmsequenzen brachte Max uns den Gesprächseinstieg näher. Eine Szene wurde zwei Mal gespielt. Einmal aus einer negativen und einmal aus einer positiven Gesprächskultur heraus. Bei unserer nachfolgenden Besprechung stellten wir beispielsweise fest, dass beim negativen Gespräch der Mann sich der Frau nicht wirklich zu- und nicht von seiner Zeitschrift abwendete. Die Stimmlage wurde als von oben herab empfunden, er zeigte wenig Verständnis, häufig wurde von „du“ statt aus der ich-Perspektive gesprochen.

In der darauffolgenden positiven Gesprächsszene nahm der Mann eher eine Zuhörerrolle ein. Er stellte zahlreiche Fragen und regte zum Perspektivenwechsel an.

Wir konnten so feststellen, welch grosse Bedeutung die Körpersprache in einem Coaching-Gespräch hat. Bei einem positiven Gesprächseinstieg/-verlauf sind die Personen einander zugewandt, aufmerksam und gleichen sich (unbewusst) einander an.

Der Übergang vom Einstieg zur Auftragsklärung erfolgt z.B. mit dem Satz: „Was kann ich für dich tun?“ (Auftragsfrage) oder „Was möchtest du erreichen? (Zielfrage).
Der Unterschied besteht darin, dass bei der Auftragsfrage der Coach sich mit einbezieht – ein Stück weit Verantwortung übernimmt, wohingegen Zielfragen etwas für den Coachee persönliches darstellen.

Hier findet ihr einen Beitrag zu lösungsorientierter Beratung und der Art von Fragen, die hierbei gestellt werden:

 

Präsentation Fallstudien 04.05.2016

 

In der heutigen BP-Lektion beschäftigten wir uns mit verschiedenen Berufsausrichtungen. Wir stellten hierfür unsere Fallstudien nacheinander vor. Für uns als potentielle BMS-Lehrende ist es wichtig, die Lernenden nicht nur im Kontext der Schule sondern auch im Kontext der Berufswelt wahrzunehmen und zu berücksichtigen, in welchem Umfeld sie sich täglich bewegen.

Zunächst einmal beschäftigen wir uns damit, was notwendig ist, um Lehrbetrieb zu werden. Ein Lehrbetrieb muss einen Anerkennungsprozess durchlaufen, um ausbilden zu dürfen. Grundlagen hierfür, die für alle Lehrbetriebe dieselben sind, finden sich hier: http://www.abb.tg.ch
Bei einigen Berufen ist es notwendig, weitere Formalitäten zu beachten.

Im Folgenden biete ich Euch Links zu jedem von uns besprochene Berufsfeld. Daneben erläutere ich kurz Besonderheiten, die ich für erwähnenswert halte:

Kaufmann/-frau EFZ
Die Ausbildung untergliedert sich in verschiedene Profile (B-Profil = Basisgrundbildung; E-Profil = erweiterte Grundbildung; M-Profil = erweiterte Grundbildung mit Berufsmaturität). Lernende mit B- und E-Profil besuchen an einem Tag pro Woche die Berufsschule, solche mit M-Profil an zwei Tagen. Es gibt eine Vielzahl von Fachrichtungen in diesem Berufsfeld.

Plakat Kaufmann/-frau
Plakat Kaufmann/-frau

Schreiner EFZ
Die Lernenden absolvieren insgesamt 44 ÜK-Tage. Das ist im vergleich zu anderen Berufen sehr viel. Dies ist notwendig, da sie sich mit wichtigen Fachinhalten beispielsweise zu Maschinenkenntnissen und Arbeitssicherheit bilden müssen.

Plakat Schreiner

Plakat Schreiner

Grafiker EFZ
Für diese Lehre ist ein Vorkurs obligatorisch. Die ÜKs werden in drei Blöcken à 5 Tagen absolviert.

Plakat Grafiker
Plakat Grafiker

Tierpfleger EFZ
Die Lehre ist in drei Fachrichtungen möglich: Heimtierpflege, Wildtierpflege, Versuchstierpflege. Die Modelle Lehrbetriebsverbund und Lehrstellensplitting sind hier sehr wichtig, da häufig nicht alle Ausbildungsinhalte von einem Betrieb abgedeckt werden können. Dies bringt Vor- und Nachteile mit sich (Eingewöhnungsphasen ins Team und zu den Tieren; Einblick in verschiedene Betriebe und unterschiedliche Prozesse).

Plakat Tierpfleger
Plakat Tierpfleger

Buchhändler EFZ
Die ÜKs werden sowohl in Bern, Zürich als auch Winterthur absolviert.

Plakat Buchhändler
Plakat Buchhändler

Pharma-AssistentIn EFZ

Um diese Berufsrichtung ausbilden zu dürfen, müssen die Berufsbildner des Betriebes mindestens einen Master- oder Doktortitel in Pharmazie besitzen.

Plakat PharmaassistentIn
Plakat PharmaassistentIn

PolydesignerIn EFZ

Dieser Beruf kann auch an einer Fachschule der GDK Zürich erlernt werden. Pflicht ist ausserdem ein einjähriger Vorkurs, der mit hohen Kosten verbunden ist.

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Beurteilung der Lernenden mit dem Bildungsbericht:
Dieser ist branchenübergreifend und ein wichtiges Instrument, Lernende zu beurteilen. Er wird am Ende jeden Semesters in schriftlicher Form abgegeben. Der Berufsbildner des Betriebes hält darin den Lernstand des Lernenden fest. Er ist obligatorisch. Eine Grundlage bildet hierfür die Lerndokumentation des Lernenden. Empfohlene Inhalte finden sich unter obigem Link.

Gedächtnis und Coaching 27.04.16

Im BP-Modul vom 27.4.2016 wurde die Einstimmung von Anna übernommen. Ihr Ziel war es, in der Übung deklaratives und prozedurales Gedächtnis zu verbinden. Hierfür nutzte sie eine vierstufige Übung, die sich O(h)lal(a)la nannte.

Zunächst wurde von jeder Person ein Satz auswendig gelernt, den er auf einem Zettel erhalten hatte. Danach fand man sich in auf den Zetteln vermerkten Berufsgruppen zusammen und studierte eine zu dem Satz passende Bewegungsfolge ein.

Im dritten Schritt stellten sich alle Berufsgruppen (je ein Vertreter) in einer fest vorgeschriebenen Reihenfolge auf. Ziel war es nun, dass alle in der Reihe Stehenden im Rhythmus ihren Satz sprachen und die zugehörige Bewegung ausführten. Sofern sich alle im Rhythmus befanden, griffen die Bewegungen „ineinander“: beispielsweise duckte sich eine Person für ihre Bewegung und die nebenstehende führte in diesem Moment ihren Arm über Erstere.

Je nach Art der Gedächtnisinhalte unterscheidet man beim Langzeitgedächtnis zwischen deklarativem und prozeduralem Gedächtnis. Hierbei stellt das deklarative Gedächtnis das Wissensgedächtnis dar. Es wurde in Annas Einstimmung durch das Erlernen eines Satzes angesprochen.

Das prozedurale Gedächtnis ist das Verhaltensgedächtnis und umfasst Fertigkeiten, die in der Regel automatisch ohne Nachzudenken eingesetzt werden, wie motorische Abläufe. In der Einstimmung wurde dies durch die einstudierte Bewegung repräsentiert. Im dritten Schritt wurden beide Gedächtnisinhalte gemeinsam angesprochen.

Im vierten und letzten Schritt erfolgte die Verbindung zur Theorie von Julio Olalla.

Julio Olalla, Jurist, geb. 1945 in Santiago de Chile, gründete 1991 seine eigene Firma „The Newfield Network“, welche „onthologisches Coaching“ anbietet. Er schreibt über seine Arbeit: „I am passionate about helping others to regain the balance in their lives.
 Our world is too fragile for us not to be focused on how we learn, and how we must change our ontology in order to live more satisfying lives at work, 
at home, and in our communities.“ 

Die folgende Darstellung zeigt sein Modell zum Coaching Erfolg:

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Die Elemente wurden auch von Anna in ihrem Coaching während der Einstimmung berücksichtigt. 

 

Im Modell führte uns Max daraufhin in ein Coaching in Form eines Kugellagers ein. Die Klasse wurde durch zwei geteilt. Eine Gruppe coachte anhand eines Frageleitfadens, die andere wurde gecoacht. Beim Coachings steht nicht das Problem im Mittelpunkt. Es ist nicht einmal notwendig, dass der Coach über das Problem in Kenntnis gesetzt ist, denn das Wissen kommt „von innen heraus“. Der Coachie setzt also den Bezugsrahmen, nicht der Coach. Dieser bietet lediglich Hilfe zur Selbsthilfe.

Dennoch sind in einem Beratungsgespräch immer alle drei Arten von Kommunikation (Teaching, Consulting, Coaching) gefragt. Ein rascher Wechsel zwischen den Ebenen findet statt.

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